Wahkon Bay Aquafortis für Ahornschäfte. Aquafortis ist die lateinische Bezeichnung für "starkes Wasser" und besteht aus in Salpetersäure und HCL-Protonen aufgelöstem Eisen. Für die Verarbeitung von Aquafortis werden daher Schutzhandschuhe aus Gummi empfohlen! Die Lösung färbt das Holz durch Oxidation der darin enthaltenen Gerbsäuren. Vor dem Beizen muss das Holz bereits den Endschliff erhalten haben. Danach empfiehlt es sich, mindestens zweimal kurz mit einem gut nassen Schwamm zu wässern, wodurch sich die Holzfasern nochmals aufrichten und abgeschliffen werden. Durch Aquafortis werden die Holzfasern ebenfalls nochmals aufgerichtet. Aquafortis gut schütteln, mit einem Pinsel gleichmäßig auf alle später sichtbaren Oberflächen aufgetragen und trocknen lassen. Hierbei brauchen die später von Beschlagteilen, Schloss oder Lauf verdeckte Bereiche des Schaftes nicht gebeizt zu werden, was dem Arbeitsmodus der frühen Büchsenmacher entspricht. Die Beize gibt dem Holz zunächst eine gelb-grüne Färbung und wird erst durch die Zuführung von Hitze "aktiviert". In früheren Zeiten wurde dazu eine rotglühende Eisenplatte in dichtem Abstand über das Holz geführt. Heute übernimmt diese Aufgabe eine in pendelnden Bewegungen über das Holz geführte Heissluftpistole, die eine wesentlich kontrolliertere Hitzezufuhr ermöglicht. Durch die Hitze reagiert die Beize und es entsteht ein Farbton, der von einem tief leuchtenden Goldton (hartes Holz) bis zu tiefbraun (weiches Holz) reicht. Besondere Sorgfalt sollte auf die Behandlung von Kanten am Schaft gelegt werden, da der Heißluftstrom dort mit besonderer Intensität einwirkt und der Farbton schnell zu dunkel wird. Nach dem Beizen werden die behandelten Bereiche mit in Wasser aufgelöstem Sodium Bicarbonat (Backpulver) abgewaschen und neutralisiert. Ohne dieses Neutralisieren würde durch die Einwirkung von Sonnenlicht mit der Zeit der Farbton des Schaftes nachdunkeln und im Schaft liegende Metallteile angegriffen werden. Im Vergleich zu alkohol- und wasserlöslichen Beizen erreicht man bei Ahornschäften mit Aquafortis eine unvergleichbare "Tiefenwirkung". Hiermit gebeizte Hölzer erscheinen oft dreidimensional, wobei die dunklen Streifen in einem tiefleuchtenden Goldton zu schweben scheinen. Selbst bei "einfachen Schaftqualitäten" erreicht man mit Aquafortis of erstaunliche Ergebnisse. Nach dem Neutralisieren und Trocknen werden aufgerichtete Holzfasern mit 0000-Stahlwolle abgeschliffen und das Finish aufgebracht. Hierzu eignet sich ein traditionelles handgewischtes Ölfinish –Wahkon Bay TRU COAT- oder auch ein modernes Schaftfinish (z.B. Permalyn Sealer –Porenfüller-, Permalyn Gun Stock Finish –Endbehandlung).

 

Wahkon Bay Aquafortis für Ahornschäfte. Aquafortis ist die lateinische Bezeichnung für "starkes Wasser" und besteht aus in Salpetersäure und HCL-Protonen aufgelöstem Eisen. Für die Verarbeitung von Aquafortis werden daher Schutzhandschuhe aus Gummi empfohlen! Die Lösung färbt das Holz durch Oxidation der darin enthaltenen Gerbsäuren. Vor dem Beizen muss das Holz bereits den Endschliff erhalten haben. Danach empfiehlt es sich, mindestens zweimal kurz mit einem gut nassen Schwamm zu wässern, wodurch sich die Holzfasern nochmals aufrichten und abgeschliffen werden. Durch Aquafortis werden die Holzfasern ebenfalls nochmals aufgerichtet. Aquafortis gut schütteln, mit einem Pinsel gleichmäßig auf alle später sichtbaren Oberflächen aufgetragen und trocknen lassen. Hierbei brauchen die später von Beschlagteilen, Schloss oder Lauf verdeckte Bereiche des Schaftes nicht gebeizt zu werden, was dem Arbeitsmodus der frühen Büchsenmacher entspricht. Die Beize gibt dem Holz zunächst eine gelb-grüne Färbung und wird erst durch die Zuführung von Hitze "aktiviert". In früheren Zeiten wurde dazu eine rotglühende Eisenplatte in dichtem Abstand über das Holz geführt. Heute übernimmt diese Aufgabe eine in pendelnden Bewegungen über das Holz geführte Heissluftpistole, die eine wesentlich kontrolliertere Hitzezufuhr ermöglicht. Durch die Hitze reagiert die Beize und es entsteht ein Farbton, der von einem tief leuchtenden Goldton (hartes Holz) bis zu tiefbraun (weiches Holz) reicht. Besondere Sorgfalt sollte auf die Behandlung von Kanten am Schaft gelegt werden, da der Heißluftstrom dort mit besonderer Intensität einwirkt und der Farbton schnell zu dunkel wird. Nach dem Beizen werden die behandelten Bereiche mit in Wasser aufgelöstem Sodium Bicarbonat (Backpulver) abgewaschen und neutralisiert. Ohne dieses Neutralisieren würde durch die Einwirkung von Sonnenlicht mit der Zeit der Farbton des Schaftes nachdunkeln und im Schaft liegende Metallteile angegriffen werden. Im Vergleich zu alkohol- und wasserlöslichen Beizen erreicht man bei Ahornschäften mit Aquafortis eine unvergleichbare "Tiefenwirkung". Hiermit gebeizte Hölzer erscheinen oft dreidimensional, wobei die dunklen Streifen in einem tiefleuchtenden Goldton zu schweben scheinen. Selbst bei "einfachen Schaftqualitäten" erreicht man mit Aquafortis of erstaunliche Ergebnisse. Nach dem Neutralisieren und Trocknen werden aufgerichtete Holzfasern mit 0000-Stahlwolle abgeschliffen und das Finish aufgebracht. Hierzu eignet sich ein traditionelles handgewischtes Ölfinish –Wahkon Bay TRU COAT- oder auch ein modernes Schaftfinish (z.B. Permalyn Sealer –Porenfüller-, Permalyn Gun Stock Finish –Endbehandlung).