Wahkon Bay Tru-Brown Läufe oder andere Metallteile werden mit der Zugfeile und Schleifpapier geglättet. Eine Endbehandlung mit 240er Schleifpapier ist ausreichend. Je feiner die Oberfläche geschliffen ist, um so langsamer reagiert die Brünierung. Nach dem Schleifen wird die Oberfläche mit einem Haushaltsreiniger oder Brennspiritus sorgfältig gereinigt und entfettet. Anschließend sollten die Teile nur noch mit Baumwoll-Schutzhandschuhen berührt werden. Bei den Läufen werden Mündung und Schwanzschraube mit Holzdübeln verschlossen. Überlange Dübel ergeben eine gute Möglichkeit, den Lauf ohne Berührung der Metallteile zu bearbeiten. Vor jedem Gebrauch Tru-Brown gut schütteln! Mit einem sauberen Baumwolltuch wird Tru Brown gleichmäßig aber sparsam auf die Oberfläche aufgetragen. Die Metallteile in einem warmen und feuchten Raum für 12 Stunden ruhen lassen. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit (Winter / trockener Keller) können die Teile in einem speziellen Behälter brüniert werden. Hierzu reicht eine einfache Kiste mit Deckel aus. Diese wird innen mit Dämmstoff ausgekleidet. Auf den Boden kommt eine Schale mit gewässertem Papier oder Tuch. Eine in der Kiste hängende 40-Watt-Glühbirne liefert die notwendige Wärme und die feuchten Papiertücher sorgen durch ihre große Oberfläche für eine schnelle Abgabe der Feuchtigkeit in das Innere der Kiste. Nach dem ersten Turnus wird der oberflächlich entstandene Rost mit 0000-Stahlwolle entfernt, die Teile neu eingestrichen und erneut 12 Stunden ruhen lassen. Der Vorgang wird etwa 5 Tage wiederholt (abhängig von Wärme und Luftfeuchtigkeit). Das spätere Aussehen des Brünierung entspricht dem beim Auftragen einer neuen Schicht Tru Brown sichtbaren Färbung. Wenn das Finish zusagt, werden die Teile nochmals mit der Stahlwolle abgerieben und die chemische Reaktion der Brünierung durch ein Bad in heißem Wasser abgebrochen, in dem zuvor Backpulver ( 2 Tüten / ltr.) aufgelöst wurde. Das Metall gut mit der Lösung abwaschen und anschließend mit heißem, klarem Wasser nachspülen. Damit der Lauf später nicht nachrostet, empfiehlt es sich, diesen mit eine Gasflamme oder Heißluftfön zusätzlich zu trocknen. Selbst wenn das Metall vorher trocken aussah, entsteht dann neben der erhitzen Stelle ein Wasserfilm, der mit einem sauberen Tuch weg gewischt wird. Mit der Hitzequelle folgen, bis das Teil komplett trocken ist. Wenn das Metall noch "gut warm" ist, werden die Teile gut eingeölt und bis zum Auskühlen ruhen gelassen. Ein sorgfältiges Neutralisierung und Trocknen verhindert Nachrosten. Durch die Länge des Brünierintervalle lässt sich das Oberflächenfinish bestimmen. Kürzere Intervalle bei sehr fein geschlichteten Oberflächen ergeben ein glänzendes Finish (z.B. für Jägerbüchsen) , während längere Intervalle die Oberfläche matter werden lässt (für Hawken oder Pennsylvania-Rifles). Ein besonders geschätzter Helfer ist eine auf der Bohrmaschine montierte rotierende Edelstahlbürste 0,1mm Drahtstärke.